Ihr Recht bei Behandlungsfehlern

Für Personen, die gehofft haben wieder gesund zu werden, ärztliche Behandlungsfehler tiefe Einschnitte in deren Weiterleben, sowohl psychisch als auch physisch. Deshalb muss eine ärztliche Versorgung, Diagnose und Behandlung, nach den Regeln der Medizinischen Wissenschaft abläuft. Die Möglichkeiten, inwiefern der Arzt für Behandlungsfehler an dem Patienten aufkommen muss, erstrecken sich von zusätzlichen Pflege- beziehungsweise Fahrtkosten bis hin zu einer Rente und Schmerzensgeld.

Auch wenn die beste Aufklärung im Vorfeld geschehen ist und die größte Risikominimierung erfolgt ist, können Behandlungsfehler nie vollkommen ausgeschlossen werden. Sollte ein Arzt seine Pflichten gegenüber einem Patienten verletzen, wird nach deutschem Recht ein Schadenausgleich gestattet.

Die Aufmerksamkeit der Bevölkerung gegenüber Behandlungsfehlern ist in der letzten zeit gestiegen, obwohl laut den Statistiken die Behandlungsfehler nicht zugenommen haben. Die Menschen reagieren nicht mehr so offen für medizinische Maßnahmen, haben mehr Bedenken und bewerten ihre Ärzte und ihre Versorgung durch dieses strenger.

Den Versicherten wird von den Krankenkasse und MDK geholfen

Die Krankenkassen können den MDK bei einem Behandlungsfehler zusätzlich als Hilfe einschalten.

Dieses Vorgehen wird Ihnen empfohlen:

  • Setzen Sie sich mit einem Mitarbeiten Ihrer Krankenkasse und Verbindung und erläutern Sie diesem Ihr Problem. Sollte der Fehler auf die Pflege und den Pflegedienst zurückzuführen sein, dann sollten Sie sich mit Ihrer Pflegekasse auseinandersetzen. Die werden Ihnen helfen, die nötigen Dokumente und Unterlagen herauszusuchen.
  • Dann wird die Krankenkasse Ihre Unterlagen und Dokumente an den MDK weiterleiten, wo ein Gutachte diese dann prüfen wird.
  • Nach der Prüfung der Dokumente entscheidet der Arzt, ob ein Behandlungsfehler vorliegt oder ob die Beschwerden aus einem anderen Grund entstanden sein könnten.
  • Sofern der Verdacht laut des Gutachters begründet ist, wird Ihnen ein Gutachten erstellt, mit dessen Hilfe eine außergerichtliche Einigung mit der Haftpflichtversicherung des Arztes möglich ist. Sollte dies nicht eintreten, können sie auch ein Klageverfahren mit ihrem Anwalt einleiten.
  • Sofern kein Verdacht vorliegt, wird von Ihrer Krankenkasse eine Stellungnahme dafür und für den Behandlungsverlauf vorliegen.